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Begegnungstag im SS-Sonderlager / KZ Hinzert

Ehemalige Verantwortliche aus der DJK trafen sich

70 Jahre nach Kriegsende wollte der DJK-Sportverband Diözesanverband Trier ein Zeichen setzen und lud zu einem Treffen der ehemalig in der DJK Engagierten in die Gedenkstätte des ehemaligen SS-Sonderlager/KZ Hinzert in den Hochwald ein. „Wir wollen den Tag mit einem besinnlichen Teil beginnen, der uns die Grauen der NS-Zeit aufzeigt und seinen Abschluss in der Kapelle mit einer Gedenkandacht haben soll“, so stellte die stellvertretende Diözesanvorsitzende Margret Steinborn-Heinrich den Anwesenden den Tag vor.

Nach einer interessanten, aber erschütternden Führung durch die Gedenkstätte blieb Zeit und Raum, um sich intensiv mit der schrecklichen Vergangenheit zu beschäftigen. Anfang Oktober 1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung „SS-Sonderlager Hinzert“. Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager am 1. Juli 1940 diente das Lager als “Durchgangslager” insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau. Im Dokumentationszentrum, das vor wenigen Jahren aufwendig errichtet wurde, konnte das Grauen der nationalsozialistischen Herrschaft nachvollzogen werden.

Dechant Volker Teklik, der geistliche Beirat des DJK-Sportverbandes, fand passende Worte und Gedanken, um das Erlebte aufzuarbeiten und würdig zu erinnern. Im gemeinsamen Gebet gedachte die DJK-Gruppe den gequälten, geschundenen und grausam misshandelten Opfern, die auf ihre Erlösung und Befreiung so sehr hofften.

Nach dieser sehr eindrücklichen Begegnung mit der Vergangenheit begaben sich die Teilnehmenden nach Kell am See, um gemeinsam in Begegnung und Gespräch Gemeinschaft zu erfahren und Erinnerungen auf zu frischen.